ICQ Verbindungsprobleme mit Pidgin

PidginEs scheint mal wieder so weit zu sein: AOL hat mal wieder irgendwas am Protokoll herumgepfuscht, und tada, seit heute morgen möchte Pidgin nicht mehr wirklich ins ICQ Netz connecten.

Folgendes schöne Meldung klappt wieder einmal auf, wenn man es trotzdem versucht (soweit ich weiß mit Pidgin 2.5.4 oder darunter, ich hatte den Ubuntu Branch in der Version 2.5.2)

Die Version von Pidgin, die sie verwenden ist zu alt, bitte aktualisieren sie diese auf http://pidgin.im

Glücklicherweiße ist das Pidgin-Team immer ziemlich schnell, so steht direkt auf der Startseite:

ICQ is reporting errors in some locations which are generally fixed by upgrading to 2.5.5.

Um Pidgin direkt aus dem Quellcode zu kompilieren:

mkdir -p ~/.pidgin_src && cd .pidgin_src
wget -O pidgin-2.5.5.tar.bz http://downloads.sourceforge.net/pidgin/pidgin-2.5.5.tar.bz2
tar -jxf pidgin-2.5.5.tar.bz && cd pidgin-2.5.5
apt-get build-dep pidgin
apt-get remove pidgin libpurple0 libpurple-bin
./configure --enable-gevolution --enable-cap --with-system-ssl-certs=/etc/ssl/certs
make
make install

Und alles funktioniert wunderbar, genau so wie es soll – hoch lebe Pidgin. Übrigens, statt direkt “make install” einzutippen kann man den Output via “checkinstall” auch direkt in ein (unportables, systemabhängies) *.deb-Paket pipen. So lässt sich alles später wieder sauber entfernen und es bleiben keine Reste von vorhergehenden Sourceinstallationen.

Kommentare (2)

Mike15.03.2009 um 11:47 Uhr

Wozu dient ‘apt-get build-dep pidgin’?

> Übrigens, statt direkt “make install” einzutippen kann man
> den Output via “checkinstall” auch direkt in ein (unportables,
> systemabhängies) *.deb-Paket pipen.

Programme selbst übersetzen, doch es dabei gleich als .deb Paket bauen, damit man es später problemlos wieder deinstallieren kann – wäre das nicht mal nen Blog-Artikel wert?

Simon15.03.2009 um 14:02 Uhr

> Wozu dient ‘apt-get build-dep pidgin’?

Damit werden alle Abhängigkeiten, die zum übersetzten des Quellcodes benötigt werden, direkt per apt installiert. Funktioniert natürlich nur bei Programmen, die sich schon (evtl. auch in einer älteren Version, das ist ja egal) in den Repositorys befinden.

> Programme selbst übersetzen, doch es dabei gleich als .deb Paket bauen,
> damit man es später problemlos wieder deinstallieren kann – wäre das
> nicht mal nen Blog-Artikel wert?

Prinzipiell ist das gar nicht schwer, eine Möglichkeit besteht hier über das Paket `checkinstall`, welches man unter Ubuntu anstelle von `make install` verwendet, um alles wieder komfortabel zu deinstallieren. Die andere, von Debian bekannte Methode wäre dann die mit `dh_make` und `fakeroot`.

Mal sehen, vielleicht schreibe ich da demnächst mal was. ;)

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