Google Chrome, Segen oder nicht?

Es ist schon erstaunlich: kaum nachdem die erste Beta-Version von Google Chrome released wurde, gibt es schon heftige Kritik gegen den neuen Webbrowser von Google. Sogar das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät bereits vom neuen Google Browser ab.

Ein sehr interessanter Testbericht von Christian (killerbees19) findet sich hier. Darin finden sich enige Interessante Aspekte, die definitiv gegen den Google Chrome Browser sprechen.

So baut der Browser bereits vor dem aufrufen einer Seite eine Verbindung zu google.com auf und “telefoniert nach Hause”. Von seitens Google heißt es, dies würde nur für die Suchvorschläge benutzt werden, aber mich würde es nicht wundern, wenn Google damit seine Datensammlung nochmal enorm vergrößert. Immerhin weißt Google Chrome jedem User durch die sogennante Chrome-ID eine eindeutige ID zu, mit dem er später auch wieder identifiziert werden kann.

Kurz nach dem Relase der Beta gab es schon den ersten Exploit. Die Lücke bestand im Apple Webkit, wovon Google wohl eine veraltete Version benutzt hat. Denn im Safari Browser ist die Lücke längst gefixt. Was für Google spricht ist, dass relativ schnell nach dem bekannt werden der Lücke eine neue Beta erschienen ist, in der diese Lücke behoben ist. Dagegen, dass Google den Fehler nicht schon vorher bemerkt hat.

Das Design des Browser erinnert meiner Meinung nach etwas an IE, etwas an Opera. Zwar nur minimal, aber trotzdem eine recht hässliche Mischung, wie finde. Das schöne ist allerdings das man nahezu komplett auf irgendwelche Navigationsmenüs verzichtet und sich auf das wichtigste konzentriert: die Webseite.

Ebenfalls schön ist, dass einzelne Webseiten in eigene Prozesse ausgelagert werden. Dies hat den Vorteil, falls der Browser mal abstürzten sollte, nicht alles, sondern eben nur gewisse Teilprozesse weg sind. Der Kern von Google Chrome läuft so weiter stabil.

Aber trotzdem, meiner Meinung nach sollte man definitiv die Finger von dem Teil lassen. Erstens sollte man Beta Software von Google nicht immer als voll funktionsfähige Software betrachten, auch wenn das einige wohl so gewöhnt sind und zweitens hat Google ohnehin schon gigantische Sammlungen von privaten Daten, und mit einem Browser ist es eben nochmals viel einfacher Daten zu sammeln… Wer weiß wo das ganze irgendwann mal noch endet. Dann, meine lieben Windows-Freunde, bleibt doch lieber beim Internet Explorer.

Ich bin aber trotzdem mal gespannt wie sich der Browser am Markt etablieren kann.

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